Rucksack richtig einstellen in fünf Schritten
Letzten Sommer am Zustieg zur Kemptner Hütte: Vor mir läuft eine Gruppe mit nagelneuen Trekkingrucksäcken, alle Hüftgurte hängen locker auf dem Bauch, die Schultern sind hochgezogen. Nach einer Stunde wird die erste Pause gemacht, weil die Schultern schmerzen. Dabei hätte ein kurzer Stopp am Parkplatz gereicht, um alles richtig einzustellen.
Ein Rucksack, der gut sitzt, fühlt sich deutlich leichter an, als er ist. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du in fünf Schritten zum perfekten Sitz kommst.
Vorbereitung: Rucksack beladen
Stelle den Rucksack nie leer ein. Packe ihn mit dem Gewicht, das du auf Tour trägst, und achte darauf, dass schwere Dinge nah am Rücken und etwa auf Schulterblatthöhe liegen. Lockere dann alle Riemen.
Die fünf Schritte
- Hüftgurt: Die Polster sitzen auf dem Beckenkamm. Fest anziehen, bis er nicht rutscht.
- Schulterträger: So weit anziehen, dass sie anliegen, aber kaum Last tragen.
- Lastkontrollriemen: Im Winkel von etwa 45 Grad anziehen, bis der Rucksack nah am Körper liegt.
- Brustgurt: Etwa zwei Finger unter dem Schlüsselbein schließen.
- Hüftgurt-Stabilisatoren: Seitlich anziehen, damit der Rucksack nicht schwankt.
Wenn alles stimmt, liegen etwa 70 bis 80 Prozent des Gewichts auf der Hüfte. Du solltest die Schultern frei bewegen können, ohne dass der Rucksack nach hinten zieht.
Die Rückenlänge prüfen
Bei verstellbaren Rückensystemen musst du zuerst die Rückenlänge einstellen. Die Schulterträger sollten etwa zwei bis drei Zentimeter unterhalb der Schulteroberkante am Rucksack ansetzen. Sitzen sie höher, ist das Rückensystem zu lang.
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